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Einladung zur JHV 2018 als Download

SN   06.11.18   Zukunft gesichert

Von Siegfried Klein

SVO: Mit Andreas Jaschke neuer Vereinschef gefunden / überwältigende Resonanz bei Suche nach neuem Vorstand

OBERNKIRCHEN. Auch der Sportverein Obernkirchen ist mit der Tatsache konfrontiert worden, dass die Bereitschaft, Ehrenämter zu übernehmen, geringer geworden ist. Das hat dazu geführt, dass der Klub eine kritische Zeit überstehen musste. Erfreulicherweise konnte die Situation durch einen klugen Schachzug bereinigt werden.

Seit Freitagabend besitzt der SVO wieder einen voll funktionsfähigen Vorstand. An der Spitze steht Fußballchef Andreas Jaschke. Diesmal gab es auch keine Schwierigkeiten, weitere Führungspositionen zu besetzen. Kritisch war die Lage geworden, weil der langjährige Vereinschef Andreas Jürgens in den vergangenen zwei Jahren dieses Amt nur noch kommissarisch ausübte. Er hatte sich in der Vergangenheit nach Kräften bemüht, einen Nachfolger zu finden (wir berichteten). Doch das gestaltete sich außerordentlich problematisch. Deshalb hatte der bisherige Vorstand eine Reihe von Personen zu einer Veranstaltung eingeladen, bei der man klären wollte, wer bereit ist, Mitverantwortung für die Geschicke des Vereins zu übernehmen.

Erstaunlich großes Echo

Das Echo war erstaunlich: Mindestens 15 Vereinsmitglieder waren zur Führungsverantwortung bereit. Deshalb sahen die Verantwortlichen und Mitglieder der Hauptversammlung voller Optimismus entgegen. Diese Zusammenkunft im Vereinsheim fand einen so großen Zuspruch wie lange nicht mehr. Jürgens konnte in der letzten von ihm geleiteten Versammlung ein doch beruhigendes Bild von der Lage des Vereins zeichnen. In den vergangenen zwei Jahren habe es jeweils schwarze Zahlen im Kassenbuch gegeben und das Vereinsleben sei trotz allem erfreulich rege gewesen.

Zurückgegangen seien aber die Mitgliederzahlen, so Jürgens. Das gilt inzwischen aber für die meisten Sportvereine. Der scheidende kommissarische Vorsitzende musste diesmal einen Rechenschaftsbericht fr zwei Jahre abgeben, denn 2017 war die Jahresversammlung ausgefallen, weil sich kein funktionsfähiger Vorstand finden ließ. Umso hoffnungsvoller kann der Klub jetzt in die Zukunft blicken und sich auch schon an die Vorbereitungen machen für das 100-jährige Bestehen, das 2020 gefeiert wird. Als Ergebnis des Sichtungstreffens vor der Hauptversammlung steht fest, dass dem neuen Vorstand jetzt ausreichend Unterstützer für die Vereinsarbeit zur Verfügung stehen. So lassen sich sogar Arbeitsausschüsse für spezielle Aufgabenbereiche bilden. Einen personellen Engpass gibt es allerdings noch in der Jugendabteilung der Fuballsparte. Dort fehlt zurzeit ein verantwortlicher Jugendleiter, der die anstehenden Aufgaben koordiniert.

Alter Vorstand einstimmig entlastet

Ein gutes Zeichen für die gute Arbeit des bisher amtierenden Vorstandes war die Auskunft der Kassenprüfer, die den Verantwortlichen ein einwandfreies Rechnungswesen bescheinigten. Damit stand einer einstimmigen Entlastung auch nichts im Wege

Und das sind die Mitglieder des Teams, das dem neuen Vorsitzenden Andreas Jaschke zur Seite steht: 2. Vorsitzender Torsten Watermann, 1. Schatzmeister Fabian Becker, 2.Schatzmeister Maurice Matz, 1.Schriftführer Martin-Sebastian Kracht, 2. Schriftführer Ben Hagen, Sozialwart Olaf Seifert. Torsten Watermann sprach den Mitgliedern aus dem Herzen,als er sich bei Andreas Jürgens für eine rund 18-jährige „verantwortungsvolle Führungsarbeit“ bedankte. Dafür gab es anhaltenden Beifall.

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SN   22.11.18   Ära ist zuende

Andreas Jürgens geht als Vorsitzender des SV Obernkirchen

Eine Ära ist beim Sportverein Obernkirchen (SVO) zu Ende gegangen. Nach 25-jähriger Vorstandsarbeit wurde Andreas Jürgens auf der Hauptversammlung als Erster Vorsitzender verabschiedet.

Obernkirchen. Der neue Vereinschef heißt Andreas Jaschke.

Der 52-jährige Jürgens kickte beim SV Obernkirchen und übernahm schon früh Verantwortung. Seit 1993 arbeitete er im Vorstand mit, im Jahr 2000 löste Jürgens den Vorsitzenden Wolfgang Struckmeier an der Vereinsspitze kommissarisch ab, da dieser aus beruflichen Gründen zurückgetreten war. „Ich wurde von den anderen Vorstandskollegen dafür auserkoren“, erinnert er sich zurück.

Bei der nächsten Hauptversammlung wurde Jürgens dann von den Mitgliedern zum Ersten Vorsitzenden gewählt. Und das blieb der Fan der Gladbacher Borussia lange Zeit. In den letzten beiden Jahren übte Jürgens sein Amt wieder kommissarisch aus, da der Verein keinen Nachfolger für ihn fand.

„Ich hatte überwiegend eine schöne Zeit. Natürlich ärgert man sich manchmal, aber ich habe in der Zeit als Vereinschef viele Freunde gefunden“, erklärt der 52-Jährige. In seiner Amtszeit wurde das Vereinsheim gebaut.

Eigenleistung der„Rentner-Truppe“

„Da hat die Rentner-Truppe des SVO tatkräftig mitgearbeitet und viel in Eigenleistung gemacht“, freut sich Jürgens über die tolle Unterstützung. Auch die Relegationsspiele und die Aufstiege blieben ihm nachhaltig in Erinnerung. „Das war schon eine tolle Sache für die Jungs und auch für uns. Fast 1000 Zuschauer fieberten mit dem SVO mit“, weiß der scheidende Vorsitzende. Aber auch im Misserfolg und nach den Abstiegen seien die Gelb-Schwarzen ein liebenswerter Verein geblieben. „Wir haben einen guten Zusammenhalt, ein intaktes Vereinsleben, deswegen habe ich es auch 18 Jahre an der Spitze ausgehalten“, sagt Jürgens mit einem Augenzwinkern. Das Vereinsleben sei nach wie vor in Ordnung. „Es ist aber anders geworden. Früher haben sich Spieler und Zuschauer im Vereinslokal Brauhaus getroffen und über das Spiel diskutiert. Das ist heute nicht mehr so“, erzählt Jürgens.

Große Probleme gibt es, Leute für die ehrenamtliche Tätigkeit zu finden. „Das war vor 20, 25 Jahren leichter“, meint der 52-Jährige. Auch Trainer und Betreuer für die Jugendarbeit zu begeistern, sei viel schwieriger geworden. Das hänge auch mit den Arbeitszeiten zusammen.

Jürgens wird zwar nicht mehr in der ersten Reihe stehen, doch bleibt er seinem Herzensverein treu. „Ich werde weiter die Heimspiele besuchen und fest die Daumen drücken, dass es in der Kreisligatabelle wieder aufwärts geht“, ist er vom Klassenerhalt überzeugt.

In den nächsten Tagen ist er mit der Übergabe an seinen Nachfolger Andreas Jaschke beschäftigt. Danach wird er zusammen mit Adolf Bartels und Rudolf Scholz den Förderkreis des SV Obernkirchen leiten, der sich um die bauliche Unterhaltung des Vereinsheims kümmert. In die tägliche Vereinsarbeit werde sich Jürgens aber nicht mehr einmischen.

„Gute Ideen“ im neuen Vorstand

„Der neue Vorstand hat gute Ideen und wird seinen Weg gehen“, glaubt der scheidende Vorsitzende. In den vergangenen Jahren blieb nicht viel Zeit für Hobbys, der SVO habe viele Stunden in Anspruch genommen. „Vielleicht entwickele ich eine neue Leidenschaft, aber Angeln wird es nicht“, verrät Jürgens.

Im Jahr 2020 feiert der SVO seinen 100. Geburtstag. „Ich wünsche meinem Verein nur das Beste, eine positive Entwicklung im Jugend- und Herrenbereich und einen neuen Sportplatz“, erklärt Jürgens. Er sehe die Ochsenbruchler auf einem guten Weg, aber man müsse wieder neue Sponsoren generieren. „Ich werde dem SVO immer eng verbunden bleiben, denn mein Herz schlägt gelb-schwarz.“ seb

 

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JHV 2018